Übersicht
Dokudrama, 53 Min., NDR / ARTE
Seine Bestseller "Kleiner Mann, was nun" und "Jeder stirbt für sich allein" sind bekannt, sein Leben weitgehend unbekannt. Seit langer Zeit verfolgte ich die Idee, die außergewöhnlich dramatische Lebensgeschichte des Schriftsteller Hans Fallada zu verfilmen. Seine eindringliche Beschreibung der Wirtschaftskrise, der Inflation, der kleinen Leute zeichnen ihn als Schriftsteller aus. Nach Fertigstellung des Films "Tucholsky in Berlin - Die wilden Zwanziger " gelang es mir ARTE / NDR und Regisseur Christoph Weinert zu überzeugen ein Portrait  Falladas als Dokudrama zu realisieren. Die Produktion übernahm Benjamin Seikel von C-Films Hamburg.
Idee & Bildgestaltung: Thomas Bresinsky
Regie & Buch: Christoph Weinert
Produktion: C-Films Hamburg

Inhalt

Seinen letzten Roman "Jeder stirbt für sich allein" schrieb Hans Fallada 1946 in nur dreieinhalb Wochen. In einem rauschhaften Zustand tippt er 36 Schreibmaschinenseiten pro Tag; gegen eine tägliche Lieferung von Lebensmittel und Zigaretten.
Die Veröffentlichung des Romans erlebt Hans Fallada nicht mehr. Entkräftet stirbt er am 5. Februar 1947. Aus den Gestapo-Akten zu dem einsamen Widerstand eines Berliner Arbeiterehepaars gegen den Nationalsozialismus, der Entdeckung und Hinrichtung hat Fallada  ein eindringliches Potrait seiner Zeit geschaffen. Sechzig Jahre später, 2009, wird der Roman ein weltweiter Bestseller. 2015 kommt eine US- Verfilmung mit Emma Thompson in der Hauptrolle in die Kinos .
Wer war der Mann, der eigentlich Rudolf Ditzen hieß und sich Fallada nannte, nach dem geschundenen Schimmel aus dem Märchen, dessen abgeschlagener Kopf die Wahrheit spricht? Wer war dieser Schriftsteller, der als Mörder, Betrüger und Morphinist, aber auch als gefeierter Bestseller-Autor und liebevoller Familienvater alle Höhen und Tiefen des Lebens erfahren hat, und diese so einprägsam beschrieb wie selten jemand vor ihm und nach ihm?

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